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Ansbach top, Pforzheim flop:
Studie enthüllt Erfolgsfaktor für Jobcenter!


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Berlin – Ob Arbeitslose in Deutschland schnell wieder einen Job finden, hängt stark vom Jobcenter vor Ort ab. Das belegt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Entscheidend ist dabei nicht nur die Wirtschaftslage, sondern auch, wie die Jobcenter arbeiten!

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Jobcenter in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesagentur für Arbeit (BA) und Kommunen sind im Schnitt erfolgreicher als rein kommunal geführte Jobcenter. Hintergrund: Manche Jobcenter werden von der Kommune vor Ort alleine geführt, OHNE Beteiligung der BA. Genau diese „Allein-Jobcenter“ sind durch die Bank erfolgloser bei der Vermittlung von Jobs.

Verantwortlich für die Studie sind die IW-Wissenschaftler und Top-Arbeitsmarktexperten Dr. Stefanie Scheele und Holger Schäfer. In BILD erklären sie, dass frühere Untersuchungen bereits deutliche Unterschiede bei Jobcentern in gemeinsamer Trägerschaft und „Allein-Jobcentern“ gezeigt hätten. Beide hätten verschiedene arbeitsmarktpolitische Ansätze verfolgt.

Heißt: „Allein-Jobcenter“ haben laut den Experten häufiger beschäftigungsschaffende Maßnahmen (z.B. Bewerbungstraining) genutzt, die aber „weniger gut geeignet waren, eine Integration in Arbeit zu fördern“. Dagegen setzen gemeinsame Jobcenter stärker auf die direkte Vermittlung in reguläre Jobs.

Jobcenter Ansbach an der Spitze

Die aktuelle IW-Studie knüpft genau hier an – und zeigt erneut, wie groß die Unterschiede zwischen den Jobcentern sind. Unangefochtener Spitzenreiter ist Ansbach: Dort konnten in den vergangenen Jahren im Schnitt 39,4 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher innerhalb eines Jahres in einen Job gebracht werden. Das sind fast doppelt so viele wie im Durchschnitt. Ebenfalls auf den Spitzenplätzen: Memmingen (38,7 Prozent) und Lindau (38,5 Prozent).

Ganz anders sieht es am Tabellenende aus: Schlusslicht ist Pforzheim mit 14,6 Prozent. Danach folgen der Rheingau-Taunus-Kreis und Oberhausen mit jeweils 15,1 Prozent. Dort findet nur etwa jeder Siebte innerhalb eines Jahres wieder Arbeit.

Gemeinsame Jobcenter klar im Vorteil

Klar ist: Nicht alle Jobcenter haben die gleichen Rahmenbedingungen – etwa wegen einer unterschiedlich guten regionalen Wirtschaftslage. Die IW-Studie zeigt aber auch: Einige Jobcenter holen deutlich mehr aus ihren Möglichkeiten heraus als andere. Auffällig: Die zehn erfolgreichsten Jobcenter sind auch hier gemeinsame Einrichtungen von Kommune und BA.

Im Zeitraum von 2020 bis 2024 lag die durchschnittliche Vermittlungsquote in gemeinsamen Einrichtungen bei 24,2 Prozent – in kommunalen Jobcentern bei 20,3 Prozent. Nach Bereinigung regionaler Effekte integrieren gemeinsame Einrichtungen damit rund zehn Prozent häufiger in sozialversicherungspflichtige Jobs.

Auch ein Grund für die Unterschiede: Bei der Digitalisierung können kommunale Jobcenter laut den Experten „nicht immer gleichauf sein“ mit den gemeinsamen Einrichtungen. Klar ist für die Forscher: Wenn mehr Effizienz gefordert wird, „sollten alle Jobcenter – egal in welcher Form der Trägerschaft – in den Blick genommen werden“.

Bild Zeitung
 
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