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Mehr Nuklear-Sprengköpfe:
Macron kündigt Atomübungen mit Deutschland an
Île Longue – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) hat eine „Aufstockung“ des Atom-Arsenals seines Landes angekündigt. „Ich habe angeordnet, die Zahl der Atom-Sprengköpfe in unserem Arsenal zu erhöhen“, sagte Macron am Montag auf dem Marinestützpunkt Île Longue nahe der westfranzösischen Hafenstadt Brest. Es wäre die erste Aufstockung des französischen Atomwaffenarsenals seit mindestens 1992.
Und: Er kündigte gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland an. Er habe eine positive Antwort aus Deutschland auf das französische Angebot bekommen. „Deutschland ist ein Schlüsselpartner“, sagte Macron. „Die ersten Schritte der Zusammenarbeit werden noch in diesem Jahr beginnen, sie können Besuche strategischer Standorte sowie gemeinsame Übungen umfassen“, so Macron. Der französische Präsident spricht von „fortgeschrittener Abschreckung. Die Sicherheit des europäischen Kontinents stehe auf dem Spiel.
Frankreich ist einzige Atommacht der EU
Frankreich ist die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Doch um glaubhaft zu bleiben, muss die Abschreckung sich laut Macron ändern. Anders als bisher werde Frankreich nicht mehr über die Zahl seiner Atomwaffen informieren. „Wer frei sein will, muss gefürchtet sein. Wer gefürchtet sein will, muss stark sein.“
Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht. Das Land verfügt über vier Atom-U-Boote, von denen Raketen mit Atomsprengköpfen mit einer Reichweite von etwa 10.000 Kilometern abgefeuert werden können. Auch aus der Luft kann Frankreich Atomwaffen einsetzen. Seine Rafale-Kampfjets können die gut 50 Marschflugkörper des Landes mit Nuklearsprengköpfen abschießen. Diese haben offiziell eine Reichweite von etwa 500 Kilometern.
Macron sieht wachsende nukleare Bedrohung in der Welt
Macron betonte, er schulde es Frankreich, sicherzustellen, dass die Abschreckung glaubhaft bleibe. Ein größeres Atomarsenal sei unabdingbar. Allerdings solle dies kein Einstieg in einen atomaren Rüstungswettlauf werden.
Macron verwies zur Begründung auf wachsende nukleare Bedrohungen weltweit. Die Bedrohung vermische sich und die Verteidigung möglicher Gegner werde stärker. Konkret nannte Macron eine wachsende atomare Rüstung Chinas, die explosive Lage im Nahen Osten sowie die Bedrohung durch Russland. Zum Ausbau von Frankreichs nuklearem Waffenarsenal sagte Macron, bis 2036 werde ein neues Atom-U-Boot gebaut..
Bild Zeitung
Macron kündigt Atomübungen mit Deutschland an
Île Longue – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) hat eine „Aufstockung“ des Atom-Arsenals seines Landes angekündigt. „Ich habe angeordnet, die Zahl der Atom-Sprengköpfe in unserem Arsenal zu erhöhen“, sagte Macron am Montag auf dem Marinestützpunkt Île Longue nahe der westfranzösischen Hafenstadt Brest. Es wäre die erste Aufstockung des französischen Atomwaffenarsenals seit mindestens 1992.
Und: Er kündigte gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland an. Er habe eine positive Antwort aus Deutschland auf das französische Angebot bekommen. „Deutschland ist ein Schlüsselpartner“, sagte Macron. „Die ersten Schritte der Zusammenarbeit werden noch in diesem Jahr beginnen, sie können Besuche strategischer Standorte sowie gemeinsame Übungen umfassen“, so Macron. Der französische Präsident spricht von „fortgeschrittener Abschreckung. Die Sicherheit des europäischen Kontinents stehe auf dem Spiel.
Frankreich ist einzige Atommacht der EU
Frankreich ist die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Doch um glaubhaft zu bleiben, muss die Abschreckung sich laut Macron ändern. Anders als bisher werde Frankreich nicht mehr über die Zahl seiner Atomwaffen informieren. „Wer frei sein will, muss gefürchtet sein. Wer gefürchtet sein will, muss stark sein.“
Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht. Das Land verfügt über vier Atom-U-Boote, von denen Raketen mit Atomsprengköpfen mit einer Reichweite von etwa 10.000 Kilometern abgefeuert werden können. Auch aus der Luft kann Frankreich Atomwaffen einsetzen. Seine Rafale-Kampfjets können die gut 50 Marschflugkörper des Landes mit Nuklearsprengköpfen abschießen. Diese haben offiziell eine Reichweite von etwa 500 Kilometern.
Macron sieht wachsende nukleare Bedrohung in der Welt
Macron betonte, er schulde es Frankreich, sicherzustellen, dass die Abschreckung glaubhaft bleibe. Ein größeres Atomarsenal sei unabdingbar. Allerdings solle dies kein Einstieg in einen atomaren Rüstungswettlauf werden.
Macron verwies zur Begründung auf wachsende nukleare Bedrohungen weltweit. Die Bedrohung vermische sich und die Verteidigung möglicher Gegner werde stärker. Konkret nannte Macron eine wachsende atomare Rüstung Chinas, die explosive Lage im Nahen Osten sowie die Bedrohung durch Russland. Zum Ausbau von Frankreichs nuklearem Waffenarsenal sagte Macron, bis 2036 werde ein neues Atom-U-Boot gebaut..
Bild Zeitung
