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Handball / Debüt im Nationalteam und Sieg beim Youth Cup: Die aufregende Woche von Valérie Gomes

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Fünf Jahre, nachdem Valérie Gomes mit dem Handballspielen angefangen hat, gab sie am Mittwoch gegen Island ihr Debüt für die luxemburgische Nationalmannschaft. Mit dem Spiel gegen Schweden wird für die 17-Jährige am Sonntag ein Traum wahr. Doch nicht nur deswegen erlebt sie eine aufregende Woche.

Valérie Gomes kam nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen Island mit einem Grinsen zum Interview. Die Partie gegen den großen Favoriten war zwar wie erwartet verloren gegangen, doch die 17-Jährige hatte gerade den nächsten besonderen Moment in einer aufregenden Woche erlebt. Gegen Island gab sie ihr Debüt für die luxemburgische A-Nationalmannschaft. „Ich bin sehr froh darüber“, berichtet sie. „Es war am Anfang nicht leicht, ins Spiel reinzufinden, weil ich wirklich nervös war. Ich habe mich dann auf dem Platz aber schnell wohlgefühlt und wurde von meinen Teamkolleginnen super unterstützt.“ Gegen die starken Isländerinnen erzielte die 17-Jährige sogar ein Tor – und bekam dafür auch Lob von ihrer Mitspielerin Kim Wirtz: „Valérie hat das sehr gut gemacht. Für sie und die anderen jungen Spielerinnen ist das alles Neuland. Mit den Emotionen klarzukommen, ist nicht einfach.“

Besonderen Halt bekommt Gomes dabei von Laura Willems, mit der sie sich zusammen mit der ebenfalls erst 17-jährigen Sophie Elcheroth die Position der Kreisläuferin teilt. „Laura ist eine Art Mentor. Wenn wir Hilfe brauchen, ist sie da. Nicht nur im Handball. Auch privat ist sie immer für mich da“, erzählt sie. „Natürlich hilft es, dass wir auch im Verein zusammenspielen. Wenn ich Probleme oder Fragen habe, gehe ich immer zu ihr.“

Den Handball hat Gomes vergleichsweise spät für sich entdeckt. „Ich habe erst vor fünf Jahren angefangen“, sagt sie. „Dass ich jetzt für die Nationalmannschaft spiele, ist eigentlich kaum zu realisieren.“ Dass sie vor fünf Jahren mit dem Handball anfing, ist dabei eher auf einen Zufall zurückzuführen. „Ich wurde damals von einem Schulfreund mit zum Training genommen, weil Spielerinnen gesucht wurden. Ich bin mit zum Training gegangen und es hat mir gefallen. Seit dem Tag spiele ich Handball.“ Dass sie sich so schnell auf dem Platz weiterentwickeln würde, hätte sie damals nicht gedacht. „Ich habe es eher als Hobby betrachtet. Im Laufe der Jahre habe ich erst gemerkt, wie gerne ich spiele. Mittlerweile könnte ich mir sogar vorstellen, Profi zu werden. Das ist mein Ziel.“

Traum wird wahr

Beim HB Düdelingen wurde Gomes letzte Saison langsam in die erste Mannschaft integriert. „Ich habe am Anfang kaum gespielt“, erinnert sie sich. „Mittlerweile bekomme ich aber viel Einsatzzeit. Ich bin stolz auf meine Fortschritte.“ Neben dem ersten Team in Düdelingen kommt sie dort auch noch für die U17 zum Einsatz, mit der sie am vergangenen Sonntag den Youth Cup gewann, das Turnier für europäische Nachwuchsmannschaften in Düdelingen.

„Den Youth Cup gibt es seit 36 Jahren, aber erst in den vergangenen beiden Jahren wurde das Hauptturnier für uns Mädchen organisiert. Das war eine große Verantwortung, denn man will dem Klub das Vertrauen zurückzahlen. Als wir dann gewonnen haben, war die Freude wirklich riesengroß“, blickt Gomes mit ein paar Tagen Abstand auf den Erfolg zurück. Es war der Auftakt ihrer verrückten Woche, denn nur kurze Zeit später erhielt sie die Nachricht, dass sie im engeren Kader der FLH-Auswahl für die Länderspiele gegen Island und Schweden steht. „Die Woche wurde mit meinem Debüt gekrönt, es ist eine überwältigende Zeit.“

Und diese ist noch nicht vorbei. Denn zum Abschluss der EM-Qualifikation trifft Luxemburg am Sonntag auswärts auf den WM-Vierten Schweden. „Es ist ein Traum, der wahr wird, gegen eine solch starke Nation zu spielen“, freut sich Gomes auf das Duell. „Ich kenne die Schwedinnen bisher nur aus dem Fernsehen. Jetzt gegen sie zu spielen, löst natürlich Stress und Nervosität aus – aber auf eine positive Art.“ Die junge Spielerin ist aber auch realistisch und weiß, welche Herausforderung am Sonntag auf das luxemburgische Team wartet. „Wir sind uns alle bewusst, dass wir gegen Schweden nicht gewinnen können“, sagt sie. „Wir wollen uns auf das konzentrieren, was wir können und trainiert haben, und unser Potenzial zeigen.“
Der Kader

Im Tor: Laure Flener (HSG Hunsrück/D), Maëwa Huberty (HB Käerjeng), Ines Lopa (CHEV Diekirch),
Feldspielerinnen: Svenia Gamini, Laura Ciufoli, Dea Dautaj, Kim Wirtz, Valérie Gomes, Laura Willems (alle HB Düdelingen), Tina Welter, Jenny Zuk (beide HB Käerjeng), Joanne Rodesch (HSG Freiburg/D), Lola Scheuren, Tania Soberano, Lily Melchior (alle Red Boys), Moira Avallone (Yutz HB/F), Laurence Hoffmann, Sophie Elcheroth (beide CHEV Diekirch), Alissa Massaro (HB Museldall)

Im Überblick

Gruppe 7, 6. Spieltag, am Sonntag (18.00 Uhr):
Schweden – Luxemburg
Island – Färöer-Inseln

Tabelle:
1. Schweden 5 Spiele/10 Punkte
2. Island 5/6
3. Färöer-Inseln 5/4
4. Luxemburg 5/0

Bereits gespielt:
Island – Luxemburg 32:14
Luxemburg – Schweden 17:39
Luxemburg – Färöer-Inseln 16:34
Färöer-Inseln – Luxemburg 39:21
Luxemburg – Island 15:31

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