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BGL LigueD03-Präsident Fabrizio Bei nach dem Titelgewinn: „Mit schönem Fußball bekommt man keine Punkte“

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Trotz einer langen Partynacht fühlte sich der Differdinger Präsident Fabrizio Bei am Dienstag „überhaupt nicht müde“: Das lange Warten auf diesen Moment habe sich gelohnt, meinte der D03-Chef noch immer etwas überwältigt. Das Interview.

Tageblatt: Nach Abpfiff sagten Sie am Montagabend, der Meistertitel würde sich noch nicht real anfühlen. Wie sieht es einen Tag später aus?

Fabrizio Bei: Ja, schon etwas mehr, obwohl heute Morgen im Kopf noch etwas Durcheinander herrschte. Fakt ist, dass dieser Titel jetzt Realität geworden ist. Es war ein großer Tag für mich. Die zahlreichen Nachrichten helfen auch dabei, das zu begreifen. Ich habe wirklich versucht, jedem zu antworten. Ich bin stolz, dass wir diese Anerkennung bekommen haben. Es sind 20 Jahre Déifferdeng-03-Geschichte – mit viel Zeit, vielen Investitionen. Dieser Titel kam nicht von heute auf morgen. Dafür ist er aber umso schöner. Am liebsten hätte ich am Montagabend die Zeit angehalten und die Lichter in Niederkorn wären nie ausgegangen.

Sie haben zahlreiche Leute umarmt: Wessen Glückwünsche waren die schönsten oder wichtigsten für Sie?

Es waren wirklich unheimlich viele Leute, von den vergangen Zeiten bis zu denjenigen, die heute dabei sind. Es ist aber ein außergewöhnlich emotionaler Moment gewesen, diesen Titel mit meinem Sohn zu feiern … Ich habe ihn damals mitgenommen, als der Klub gegründet worden ist. Wir beide hätten uns dieses Szenario sicher nicht erträumt. Aber das macht es zehnmal besser. Ich möchte hier niemanden vergessen, deshalb will ich nicht viele Namen nennen.

Was können Sie über die Partystimmung in der „Buvette“ berichten?

Es wurde gefeiert, bis spät in den Morgen hinein. Dann kam es zu den angeblichen Eskalationen, die aber nicht so stattgefunden haben, wie jetzt überall zu lesen ist. Es ist wie immer: Man muss zu zweit sein, um Radau zu schlagen. Es war nicht so schlimm, wie es jetzt dargestellt wird. Diese Szenen zu sehen, war nicht schön. Idioten gibt es aber überall. Ich habe dann versucht, gemeinsam mit der Polizei dafür zu sorgen, dass die Leute sich auf den Heimweg machen würden.

Bei aller Freude über den ersten Champions-Titel für Déifferdeng 03 gab es neben der Schlägerei noch eine zweite schlechte Nachricht: den Knöchelbruch von Artur Abreu …

Er wird mindestens sechs bis sieben Wochen ausfallen. Ich hoffe wirklich, dass er für die Champions League wieder zurück auf dem Platz ist, obschon das sehr knapp werden könnte. Um ehrlich zu sein: Es sieht nicht gut aus, aber wir müssen abwarten. Es ist in erster Linie sehr schade für Artur, aber auch für uns. Es ist Schicksal. Er hat nach dem Spiel in der Kabine geweint, das tat mir unheimlich leid. Diesen Titel verdanken wir ihm, genauso wie Arlindo Barbosa, der am 27. Mai an den Kreuzbändern operiert wird.

Um beim Kader zu bleiben: Wird Pedro Resende auch nächste Saison in der Verantwortung stehen?

Pedro Resende steht noch ein Jahr unter Vertrag. Ich gehe davon aus, dass er bleiben wird, der Verein will ihn und sein Team jedenfalls behalten. Im Moment ist es noch zu früh, wir werden uns noch einen oder zwei Tage Zeit lassen, bevor wir mit den Vorbereitungen auf die nächste Saison beginnen. Das Gute daran, so früh Meister zu werden, ist die Zeit, die wir jetzt haben. Unser nächstes Ziel ist die Champions League am 9. Juli. Ich möchte allerdings auch betonen, dass wir noch zwei Ligaspiele vor uns haben, bei denen es um Abstieg und Relegation geht. Wir wollen, dass alles korrekt abläuft, und werden uns voll und ganz auf Wiltz vorbereiten.

Mit Romain Ruffier verlässt den Verein ein erfahrener Torhüter nach nur einer Saison. Mit wie vielen Abgängen ist zu rechnen?

Den Abschied von Romain Ruffier kann ich jetzt bestätigen. Er hat mir vor zwei Wochen verkündet, dass er Sportdirektor beim RFCU Lëtzebuerg wird. Es ist schade, denn wir verlieren nicht nur einen ausgezeichneten Torwart, sondern ebenfalls eine Leaderfigur. Wir sind bereits auf der Suche nach dem Nachfolger. Über die weiteren Planungen will ich nicht reden. Wir haben intern noch keine Gespräche geführt und sind noch nicht einmal 24 Stunden Meister. Aber mit denjenigen, deren Verträge auslaufen, werden wir uns in Kürze zusammensetzen. Da kommen aber nicht viele infrage.

Was sagt es über eine Saison aus, wenn man zwei Spieltage vor Schluss als Meister feststeht?

Wir haben uns in den letzten Tagen selbst unter Druck gesetzt. Plötzlich rief jeder an und wollte wissen, wie und wann wir feiern. Das ging mir auf die Nerven. Erst das 2:2 gegen Rosport, dann der späte Sieg der Düdelinger am Sonntag … Es ist eine große Zufriedenheit. Einen Titel kann man anders genießen als einen Pokalsieg. Es ist ein langfristiges Ziel, auf das man hinarbeitet. Unsere Stärke in diesem Jahr war, dass wir immer Schritt für Schritt gegangen sind. Es ist das Verdienst für den Einsatz, den Willen und die Intelligenz der Spieler und Trainer. Dieser Titel ist deswegen auch fünfmal mehr Wert, als wenn ihn jemand anderes gewonnen hätte. Wir können die 14 Tage nutzen, um ohne Druck zu spielen. Ich freue mich auf die große Feier am 26. Mai um 19.30 Uhr auf der „Place du Marché“. Nachdem wir die Trophäe erhalten haben, wird es einen Umzug geben. Danach wird im „Hall O“ bis in die Nacht gefeiert. Wir haben immerhin 45 Jahre darauf warten müssen.

Was sagen Sie zum Fußball, den Differdingen geboten hat?

So schlecht war er nicht. Manchmal wurde etwas Beton angerührt. Das ist Pedros Unterschrift. Mit 65 Punkten, dem besten Angriff und der besten Verteidigung können wir also nicht vieles falsch gemacht haben. Mit schönem Fußball bekommt man keine Punkte. Mit allem Respekt, den ich für alle Spieler habe: Es ist der beste Kader, den wir je hatten.

Meister in der BGL Ligue und im Futsal – was kommt jetzt?

Die Damen fehlen noch. Das wird nicht einfach. In diesem Bereich sind wir noch ein junger Verein und sie haben sich retten können. Es ist eine Abteilung, in die wir investieren werden. Das nächste Ziel ist aber die Champions League. Ich hoffe auf ein bisschen Losglück, ein Weiterkommen wäre grandios.

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