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Epstein wollte deutsche Traditionsbank kaufen


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Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wollte offenbar tief ins deutsche Bankensystem eindringen. Im Jahr 2009 nahm der 2019 Verstorbene nach Recherchen von WDR, NDR und der „Süddeutschen Zeitung“ die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim ins Visier – mitten in einer Phase, in der das Traditionshaus nach riskanten Geschäften schwer angeschlagen war.

Aus Sicht Epsteins bot die Krise eine Gelegenheit. Die jetzt ausgewerteten Epstein-Files zeigen: Ihm ging es nicht allein um Rendite. Er suchte einen sicheren Hafen für seine Finanzaktivitäten, möglichst weit weg vom Zugriff der US-Behörden. In eigenen Worten wollte er Kunden abschirmen – wie hinter der Chinesischen Mauer.

Um an die Eigentümerfamilien von Sal. Oppenheim heranzukommen, nutzte Epstein offenbar sein Netzwerk bei JP Morgan. Eine zentrale Rolle spielte dabei der frühere Asset-Management-Chef der Bank, Jes Staley. In internen Mails zeigte sich Epstein dabei abfällig über die Oppenheim-Eigentümer und bezeichnete sie als „diese Idioten“

Er beklagte, dass die Familien bereits eine Vertraulichkeitsvereinbarung mit der Deutschen Bank unterschrieben hätten und deshalb nicht mehr offen für andere Gespräche seien. Dennoch verfolgte Epstein seinen Plan weiter. Laut den Unterlagen wollte er sich bis zu eine halbe Milliarde Dollar leihen, um den Einstieg zu finanzieren.

„My bank“ und große Pläne

In seinen Nachrichten sprach Epstein wiederholt von JP Morgan als „my bank“. Öffentlich wollte sich das Geldhaus zu den Vorgängen nicht äußern. Aus dem Konzern hieß es lediglich, damalige Führungskräfte hätten nicht im Auftrag der Bankspitze gehandelt.

Gleichzeitig versuchte Epstein offenbar, seine eigene Rolle zu verschleiern. Der Kauf sollte über den guten Namen von JP Morgan laufen. Zusätzlich plante er, prominente Persönlichkeiten als Berater einzubinden – darunter den früheren britischen Premierminister Tony Blair.

Skepsis bei Sal. Oppenheim

Doch die Eigentümerfamilien reagierten zurückhaltend. Eine interne E-Mail eines Oppenheim-Vertreters an einen Vertrauten Epsteins macht deutlich, wie gering die Erfolgschancen eingeschätzt wurden. Die Aussicht auf Gespräche mit JP Morgan liege bei „unter 20 Prozent“.

Am Ende verlief Epsteins Vorstoß im Sande. Im Oktober 2009 übernahm die Deutsche Bank die Privatbank Sal. Oppenheim für 1,3 Milliarden Euro.

Bild Zeitung
 
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