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- Out 5, 2021
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Inferno von Crans-Montana:
Betreiber der Todesbar schreiben Brief an Angestellte
Crans-Montana (Schweiz) – Für 41 Menschen wurde die Bar „Le Constellation“ in der Silvesternacht zur Todesfalle. 115 weitere wurden teils schwer verletzt. Opfer, Mitarbeiter und Anwälte fordern Antworten. In einem Brief an ihre Angestellten schreiben sie nun erstmals über Verantwortung, die Ermittlungen und ihr Schweigen.
Der Brief: zwei Seiten lang, unterschrieben mit ihren Vornamen. Am Mittwoch ging das Schreiben an die Mitarbeiter der Bar. „Wir werden euch nicht im Stich lassen“, schreiben Jessica und Jacques Moretti. „Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um euch zu helfen.“ Die Morettis erklären ihr Schweigen mit den laufenden Ermittlungen. „Dieses Schweigen war unendlich schwer und schmerzhaft. Für Sie. Und für uns. Wir bedauern dies zutiefst.“ Zugleich nutzen sie den Brief, um sich zu rechtfertigen.
Kritik an Sicherheit in der Bar
Mehrere Angestellte hatten in den vergangenen Wochen öffentlich schwere Vorwürfe erhoben. Sie kritisierten vor allem den Umgang mit der Sicherheit in der Bar. Die Betreiber wiesen die Verantwortung von sich. Jacques Moretti erklärte laut „franceinfo“ bei seiner letzten Anhörung, die Mitarbeiter hätten Evakuierungsregeln nicht korrekt angewendet – trotz entsprechender „Ausbildung“ und „Anweisungen“.
In dem Brief ändert sich der Ton nun: „Sie waren unsere Schützlinge und sind es immer noch. Wir tragen diese Verantwortung, ohne in irgendeiner Weise zu versuchen, sie auf Sie abzuwälzen.“
Streit um ausstehende Gehälter
Seit der Tragödie sollen außerdem keine Gehälter mehr gezahlt worden sein. Die Antwort der Morettis: „Die Gehälter wurden überwiesen.“ Allerdings seien alle Geschäfts- und Privatkonten gesperrt worden. Man hoffe, „dass die Staatsanwaltschaft einer Teilaufhebung für die dringende Auszahlung dieser Beträge zustimmt“
Jacques und Jessica Moretti sollen kommende Woche erneut von der Schweizer Justiz angehört werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung. Das Ehepaar ist gegen eine Kaution in Höhe von 400.000 Franken (rund 430.000 Euro) auf freiem Fuß. Bis die Ermittlungen abgeschlossen und bewertet sind, gilt die Unschuldsvermutung.
Bild Zeitung
Betreiber der Todesbar schreiben Brief an Angestellte
Crans-Montana (Schweiz) – Für 41 Menschen wurde die Bar „Le Constellation“ in der Silvesternacht zur Todesfalle. 115 weitere wurden teils schwer verletzt. Opfer, Mitarbeiter und Anwälte fordern Antworten. In einem Brief an ihre Angestellten schreiben sie nun erstmals über Verantwortung, die Ermittlungen und ihr Schweigen.
Der Brief: zwei Seiten lang, unterschrieben mit ihren Vornamen. Am Mittwoch ging das Schreiben an die Mitarbeiter der Bar. „Wir werden euch nicht im Stich lassen“, schreiben Jessica und Jacques Moretti. „Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um euch zu helfen.“ Die Morettis erklären ihr Schweigen mit den laufenden Ermittlungen. „Dieses Schweigen war unendlich schwer und schmerzhaft. Für Sie. Und für uns. Wir bedauern dies zutiefst.“ Zugleich nutzen sie den Brief, um sich zu rechtfertigen.
Kritik an Sicherheit in der Bar
Mehrere Angestellte hatten in den vergangenen Wochen öffentlich schwere Vorwürfe erhoben. Sie kritisierten vor allem den Umgang mit der Sicherheit in der Bar. Die Betreiber wiesen die Verantwortung von sich. Jacques Moretti erklärte laut „franceinfo“ bei seiner letzten Anhörung, die Mitarbeiter hätten Evakuierungsregeln nicht korrekt angewendet – trotz entsprechender „Ausbildung“ und „Anweisungen“.
In dem Brief ändert sich der Ton nun: „Sie waren unsere Schützlinge und sind es immer noch. Wir tragen diese Verantwortung, ohne in irgendeiner Weise zu versuchen, sie auf Sie abzuwälzen.“
Streit um ausstehende Gehälter
Seit der Tragödie sollen außerdem keine Gehälter mehr gezahlt worden sein. Die Antwort der Morettis: „Die Gehälter wurden überwiesen.“ Allerdings seien alle Geschäfts- und Privatkonten gesperrt worden. Man hoffe, „dass die Staatsanwaltschaft einer Teilaufhebung für die dringende Auszahlung dieser Beträge zustimmt“
Jacques und Jessica Moretti sollen kommende Woche erneut von der Schweizer Justiz angehört werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung. Das Ehepaar ist gegen eine Kaution in Höhe von 400.000 Franken (rund 430.000 Euro) auf freiem Fuß. Bis die Ermittlungen abgeschlossen und bewertet sind, gilt die Unschuldsvermutung.
Bild Zeitung
