- Entrou
- Out 5, 2021
- Mensagens
- 61,437
- Gostos Recebidos
- 1,806
Selbstzahler-Debatte um Zahnarztkosten:
Was kommt da auf mich zu?
Berlin – Das neue Jahr hatte noch nicht begonnen, da lag bei Millionen Deutschen bereits unangenehme Post im Briefkasten. Zahlreiche Krankenkassen kündigten an, den Zusatzbeitrag 2026 teils drastisch zu erhöhen. Der Grund: Seit 2017 sind die Ausgaben für unsere Gesundheit geradezu explodiert, betragen für 2025 rund 340 Milliarden Euro. Ein neuer Sparvorschlag sorgt jetzt für eine hitzige Debatte.
Der CDU-Wirtschaftsrat fordert, dass Zahnarztbehandlungen „nicht länger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen“. Bedeutet: Gesetzlich Versicherte müssten für schöne Zähne selbst zum Portemonnaie greifen oder eine private Zusatzversicherung abschließen. Setzt sich der Verband mit seiner Position durch, so würden die gesetzlichen Krankenkassen jährlich eine zweistellige Milliardensumme einsparen. Allein für Zahnersatz betrugen die Kosten 2024 rund 4,2 Milliarden Euro, dazu kamen 14 Milliarden Euro für die zahnärztliche Behandlung.
Gesundheitsexperte Prof. Dr. Heinz Rothgang (63) von der Universität Bremen warnt gegenüber BILD vor möglichen Folgekosten: „Wird für zahnmedizinische Leistungen eine obligatorische Privatversicherung vorgeschrieben, werden die Ausgaben insgesamt tendenziell sogar steigen, weil die PKV über weniger Instrumente des Gesundheits- und Versorgungsmanagements verfügt und insgesamt etwa doppelt so hohe Verwaltungskosten hat.“ Konkret heißt das: Es braucht strukturelle Reformen, sonst drohen sogar Mehrkosten für die Patienten.
Kosten des Zahnarztbesuches
Zur Wahrheit gehört, dass gesetzlich Versicherte bereits heute eine Reihe zahnärztlicher Leistungen selbst bezahlen müssen. Für eine professionelle Zahnreinigung werden je nach Praxis zwischen 80 und 150 Euro fällig. Zahnersatz ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss (welcher die Leistungen der Kassen festlegt) dagegen als Regelleistung definiert. Deshalb zahlen Patienten bei einfachen Füllungen (ca. 30 bis 50 Euro pro Zahn) bislang nichts zu, bei hochwertigem Keramik (bis zu rund 500 Euro je Zahn) dagegen mindestens einen Eigenanteil. Laut Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben mehr als 17 Millionen Deutsche eine Zahnzusatzversicherung, die je nach Leistungsempfang zwischen rund acht und 80 Euro pro Monat kosten kann.
Bild Zeitung
Was kommt da auf mich zu?
Berlin – Das neue Jahr hatte noch nicht begonnen, da lag bei Millionen Deutschen bereits unangenehme Post im Briefkasten. Zahlreiche Krankenkassen kündigten an, den Zusatzbeitrag 2026 teils drastisch zu erhöhen. Der Grund: Seit 2017 sind die Ausgaben für unsere Gesundheit geradezu explodiert, betragen für 2025 rund 340 Milliarden Euro. Ein neuer Sparvorschlag sorgt jetzt für eine hitzige Debatte.
Der CDU-Wirtschaftsrat fordert, dass Zahnarztbehandlungen „nicht länger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen“. Bedeutet: Gesetzlich Versicherte müssten für schöne Zähne selbst zum Portemonnaie greifen oder eine private Zusatzversicherung abschließen. Setzt sich der Verband mit seiner Position durch, so würden die gesetzlichen Krankenkassen jährlich eine zweistellige Milliardensumme einsparen. Allein für Zahnersatz betrugen die Kosten 2024 rund 4,2 Milliarden Euro, dazu kamen 14 Milliarden Euro für die zahnärztliche Behandlung.
Gesundheitsexperte Prof. Dr. Heinz Rothgang (63) von der Universität Bremen warnt gegenüber BILD vor möglichen Folgekosten: „Wird für zahnmedizinische Leistungen eine obligatorische Privatversicherung vorgeschrieben, werden die Ausgaben insgesamt tendenziell sogar steigen, weil die PKV über weniger Instrumente des Gesundheits- und Versorgungsmanagements verfügt und insgesamt etwa doppelt so hohe Verwaltungskosten hat.“ Konkret heißt das: Es braucht strukturelle Reformen, sonst drohen sogar Mehrkosten für die Patienten.
Kosten des Zahnarztbesuches
Zur Wahrheit gehört, dass gesetzlich Versicherte bereits heute eine Reihe zahnärztlicher Leistungen selbst bezahlen müssen. Für eine professionelle Zahnreinigung werden je nach Praxis zwischen 80 und 150 Euro fällig. Zahnersatz ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss (welcher die Leistungen der Kassen festlegt) dagegen als Regelleistung definiert. Deshalb zahlen Patienten bei einfachen Füllungen (ca. 30 bis 50 Euro pro Zahn) bislang nichts zu, bei hochwertigem Keramik (bis zu rund 500 Euro je Zahn) dagegen mindestens einen Eigenanteil. Laut Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben mehr als 17 Millionen Deutsche eine Zahnzusatzversicherung, die je nach Leistungsempfang zwischen rund acht und 80 Euro pro Monat kosten kann.
Bild Zeitung
