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- Out 5, 2021
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Showdown in der Ostsee:
Putins „Zombie-Tanker“ flüchtet vor Bundespolizei
Kiel – Die russische Schattenflotte von Kreml-Kriegsherr Putin sucht immer neue Wege, um westliche Sanktionen zu umgehen. In der Ostsee wurde jetzt der Tanker „Tavian“ gestoppt – zumindest indirekt. Als deutsche Behörden eine Kontrolle vorbereiteten, drehte das Schiff kurzerhand ab und brach seine Fahrt Richtung Russland ab.
Der Tanker gehört zu einer Gruppe von Schiffen, die laut Recherchen des Schifffahrtsportals Lloyd’s List mit neuen, mutmaßlich gefälschten IMO-Nummern unterwegs sind. Diese Nummer ist eigentlich unveränderlich – vergleichbar mit einer Fahrgestellnummer. Durch neue Kennungen, wechselnde Namen und andere Flaggen sollen offenbar Kontrollen umgangen und Öltransporte für Russland ermöglicht werden.
Am Sonntag kehrte die „Tavian“ bei der Einfahrt in die Ostsee vor der dänischen Insel Langeland um, nachdem die Besatzung des „Zombie-Tankers“ von einer geplanten Polizeikontrolle vor Fehmarn erfahren hatte. Während ein Einsatzschiff der Bundespolizei bereits auf dem Weg war, verschwand der Tanker Richtung Nordatlantik. Vor der norwegischen Küste wurde dann das automatische Ortungssystem abgeschaltet. Die Bundespolizei bestätigt laufende Ermittlungen, äußert sich aus taktischen Gründen aber nicht näher. Grundsätzlich erlaubt das Seerechtsübereinkommen Staaten, Handelsschiffe zu betreten, um Identität und Flaggenführung zu überprüfen. Die „Kieler Nachrichten“ hatten zuerst berichtet.
Auffällig ist, dass die „Tavian“ unter kamerunischer Flagge fährt – für große Öltanker sehr ungewöhnlich. Doch seit Kamerun Ende 2024 ein digitales Schiffsregister eingeführt hat, taucht das Land immer häufiger bei Schiffen auf, die westliche Sanktionen umgehen sollen.
Schiff hatte bereits 13 verschiedene Namen
Die Vergangenheit des Schiffes zeigt, wie systematisch vorgegangen wird: Der Tanker wurde 1998 als „Nordmark“ gebaut, verschwand später aus internationalen Registern und tauchte mit neuem Namen, neuer IMO-Nummer und neuer Identität wieder auf. Insgesamt hat das Schiff bereits 13 verschiedene Namen getragen.
Ziel der riskanten Manöver bleibt offenbar der Transport von russischem Rohöl an Sanktionen vorbei. Als nächster Ladehafen gilt Murmansk als möglich – von dort aus könnten Routen nach Asien oder Afrika führen, ohne EU-Gewässer zu berühren.
Bild Zeitung
Putins „Zombie-Tanker“ flüchtet vor Bundespolizei
Kiel – Die russische Schattenflotte von Kreml-Kriegsherr Putin sucht immer neue Wege, um westliche Sanktionen zu umgehen. In der Ostsee wurde jetzt der Tanker „Tavian“ gestoppt – zumindest indirekt. Als deutsche Behörden eine Kontrolle vorbereiteten, drehte das Schiff kurzerhand ab und brach seine Fahrt Richtung Russland ab.
Der Tanker gehört zu einer Gruppe von Schiffen, die laut Recherchen des Schifffahrtsportals Lloyd’s List mit neuen, mutmaßlich gefälschten IMO-Nummern unterwegs sind. Diese Nummer ist eigentlich unveränderlich – vergleichbar mit einer Fahrgestellnummer. Durch neue Kennungen, wechselnde Namen und andere Flaggen sollen offenbar Kontrollen umgangen und Öltransporte für Russland ermöglicht werden.
Am Sonntag kehrte die „Tavian“ bei der Einfahrt in die Ostsee vor der dänischen Insel Langeland um, nachdem die Besatzung des „Zombie-Tankers“ von einer geplanten Polizeikontrolle vor Fehmarn erfahren hatte. Während ein Einsatzschiff der Bundespolizei bereits auf dem Weg war, verschwand der Tanker Richtung Nordatlantik. Vor der norwegischen Küste wurde dann das automatische Ortungssystem abgeschaltet. Die Bundespolizei bestätigt laufende Ermittlungen, äußert sich aus taktischen Gründen aber nicht näher. Grundsätzlich erlaubt das Seerechtsübereinkommen Staaten, Handelsschiffe zu betreten, um Identität und Flaggenführung zu überprüfen. Die „Kieler Nachrichten“ hatten zuerst berichtet.
Auffällig ist, dass die „Tavian“ unter kamerunischer Flagge fährt – für große Öltanker sehr ungewöhnlich. Doch seit Kamerun Ende 2024 ein digitales Schiffsregister eingeführt hat, taucht das Land immer häufiger bei Schiffen auf, die westliche Sanktionen umgehen sollen.
Schiff hatte bereits 13 verschiedene Namen
Die Vergangenheit des Schiffes zeigt, wie systematisch vorgegangen wird: Der Tanker wurde 1998 als „Nordmark“ gebaut, verschwand später aus internationalen Registern und tauchte mit neuem Namen, neuer IMO-Nummer und neuer Identität wieder auf. Insgesamt hat das Schiff bereits 13 verschiedene Namen getragen.
Ziel der riskanten Manöver bleibt offenbar der Transport von russischem Rohöl an Sanktionen vorbei. Als nächster Ladehafen gilt Murmansk als möglich – von dort aus könnten Routen nach Asien oder Afrika führen, ohne EU-Gewässer zu berühren.
Bild Zeitung
