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Führungs-Trio soll Macht übernehmen:
Chamenei tot! Wer herrscht jetzt im Iran?


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BILD beantwortet die wichtigsten Fragen zur Lage im Land

Washington/Jerusalem – Die USA und Israel haben mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Kommt es jetzt zum Sturz des Mullah-Regimes? In einer Videobotschaft wandte sich Donald Trump (79) am Samstag direkt an die Iraner. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“. Doch die islamistischen Herrscher wehren sich, schlagen um sich – mit Attacken in der gesamten Golfregion. Neun Länder melden bis zum Abend Angriffe aus dem Iran.

Die Welt sieht der Eskalation zu. Bestürzt. Besorgt. Und mit vielen Fragen. BILD klärt die wichtigsten Fragen zu Tag eins der Operation „Epische Wut“:
Warum haben die USA und Israel jetzt angegriffen?

Dem US-Portal Axios zufolge zeigten sich US-Vertreter zuletzt „enttäuscht“ über das mangelnde Entgegenkommen der Iraner bei den Verhandlungen der vergangenen Wochen. DENN: Die USA forderten vom Iran, dass es einem neuen Atom-Deal auf unbestimmte Zeit zustimmt – doch Teheran bestand vehement auf seinem Recht zur Urananreicherung. Seit Tagen war deshalb spekuliert worden, wann Trump seine Drohungen wahrmacht.

Und der Zeitpunkt am Samstagmorgen schien laut Axios besonders günstig. „Drei Orte, an denen Versammlungen des Regimes stattfanden, wurden gleichzeitig angegriffen, und mehrere hochrangige Persönlichkeiten, die für die Führung der Kampagne und die Regierungsführung des Regimes von zentraler Bedeutung waren, wurden getötet.“

Welches Ziel verfolgen sie mit diesen Militärschlägen?

In der ersten Angriffswelle sollten israelische und US-Streitkräfte die Stützpunkte der Revolutionsgarden, Nuklearanlagen sowie Abschuss- und Fertigungsstätten des iranischen Raketenprogramms ausschalten. Aber auch führende Köpfe des Mullah-Regimes kamen ins Visier – darunter neben Ober-Mullah Ali Chamenei (86), dessen Palast dem Erdboden gleichgemacht wurde, auch Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh und der Chef der Revolutionsgarden, Mohammad Pakpour. Ziel: das Mullah-Regime soll einlenken und auf die US-Forderungen eingehen. Passiert das nicht, könnte ein deutlich intensiverer und längerer Angriffskrieg folgen – mit dem wahrscheinlichen Ziel eines Regimewechsels.

Waren die Verhandlungen zuvor wirklich gescheitert?

Noch am Donnerstag hatten Vertreter der USA und des Irans über das iranische Atomprogramm in Genf verhandelt. Oman nahm eine Vermittlerrolle ein und erklärte, die Gespräche würden bald fortgesetzt. Schon am Montag sollten laut Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) „technische Gespräche“ in Wien stattfinden. Dort sitzt die Internationale Atomenergiebehörde IAEA. Die Rede war von „erheblichen Fortschritten bei den Verhandlungen“.

Trump reichte das jedoch offensichtlich nicht: „Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten“, sagte er am Freitag in Washington. „Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht.“

Stimmt es, dass der erste Militärschlag von Israel kam?

So scheint es. Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) war am Morgen der erste, der die Angriffe auf Teheran bestätigte. Wenig später bestätigten US-Offizielle aber, dass auch die USA an der Operation beteiligt seien.
Was haben die USA und Israel an diesem ersten Kriegstag erreicht?

Irans Ober-Mullah Ali Chamenei (86) ist tot. Nachdem US-Präsident Donald Trump (79) das am Samstagabend offiziell bestätigt hatte, folgte am frühen Sonntagmorgen die Meldung in iranischen Propaganda-Medien. Die Sprecher staatlicher Sender weinten um den brutalen Diktator. Außerdem kam der Chef des iranischen Militärs ums Leben. Der Iran hat den Tod des Anführers der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, bestätigt. Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) sollen weitere Kommandeure der Revolutionsgarden und hochrangige Verantwortliche des iranischen Atomprogramms getötet worden sein. Namen nannte er nicht. Auf den Straßen im Iran wird derweil gejubelt.

Auf Aufnahmen des israelischen Militärs ist zudem zu sehen, wie im Westen des Irans mehrere Raketenwerfer der Armee zerstört werden. Auch Luftverteidigungsanlagen und Ziele nahe Regierungsgebäuden wurden getroffen. In Isfahan, wo eine nukleare Forschungsanlage steht, gab es ebenfalls Explosionen. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

Wie fiel der Gegenschlag des Iran aus?

Als Vergeltung auf den US-israelischen Angriff feuerte der Iran Dutzende ballistische Raketen auf Staaten im Nahen Osten ab und nahm dabei Israel sowie US-Militärstützpunkte Syrien, Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier. Bei Einschlägen von iranischen Shahed-Drohnen gab es dutzende Verletzte.

Das Fairmont Hotel auf Palm Jumeirah in Dubai wurde offenbar von einer Rakete getroffen. Es gab vier Verletzte. Das Feuer konnte nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Zudem kündigten die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen an, ihre Angriffe im Roten Meer unter anderem auf Öltanker wieder aufzunehmen.

Welche Länder sind betroffen, mit welchen Folgen?

Die gesamte Golfregion ist von dem Konflikt betroffen – mit unabsehbaren Folgen. Saudi-Arabien drohte mit Vergeltung, sollte Iran weitere Angriffe auf die Hauptstadt Riad starten. Der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti (60) warnte vor einem Flächenbrand in der Region, der schwerwiegende Folgen für die Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten haben könne.
Wer regiert jetzt im Iran?

Ein dreiköpfiger Rat soll vorübergehend das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung muss der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen.

Gibt es zuverlässige Zahlen über Opfer?

Nein, es gibt noch keine unabhängigen Angaben zu zivilen Opfern. In Israel gab es Meldungen über zwei Verletzte. Auch beim Hotelbrand in Dubai sollen vier Menschen verletzt worden sein. Zwei Tote wurden aus dem Irak gemeldet, ein Todesopfer gab es auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Angaben des roten Halbmonds zufolge sollen im Iran mindestens 201 Menschen getötet worden sein. Eine Rakete habe eine Grundschule getroffen – 85 Kinder seien gestorben. Ob die Angaben stimmen, kann derzeit nicht überprüft werden.

Wusste unsere Regierung vorab Bescheid?

Ja, die Bundesregierung war am Morgen über die Angriffe vorab informiert worden.
Was sagt die Bundesregierung zu diesem neuen Krieg?

Am Abend forderte Bundeskanzler Friedrich Merz die Führung in Teheran auf, die Attacken gegen Israel und andere Partner in der Region sofort einzustellen. „Iran muss auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen“, erklärte Merz über Regierungssprecher Stefan Kornelius (60). „Die Führung in Teheran muss die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden.“ Zuvor hatte der Kanzler die iranischen Angriffe schon in einer gemeinsamen Erklärung mit den Staatschefs von Frankreich und Großbritannien verurteilt.

Ein Sprecher von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) erklärte, das Auswärtige Amt stehe „in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region“. Tausende Deutsche in der Region wurden dazu aufgerufen, sich in der Krisenvorsorgeliste Elefand zu registrieren.

Bild Zeitung
 
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