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- Out 5, 2021
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Tennis-Spielerin klagt an:
So nehmen Spielerfrauen uns das Geld weg
Bislang lautete im Tennis immer die Frage, warum Frauen weniger verdienen als Männer. Längst sind – zumindest bei den Grand Slams und anderen großen Turnieren – die Preisgelder gleich. Aber nun strömt eine dritte Gruppe ins Geschäft: die TWAG’s, die Tennis Wives and Girlfriends. Zu Deutsch: die Spielerfrauen!
Immer mehr männliche Profis haben Freundinnen, die Influencerinnen und für die Werbeindustrie somit äußerst wertvoll sind. Allen voran Morgan Riddle (28), die Freundin des Weltranglisten-Neunten Taylor Fritz (28/USA), und Paige Lorenze (27), die mit US-Profi Tommy Paul (28) zusammen ist.
Nun beschwert sich die erste Aktive, dass Tennis-Spielerinnen immer weniger Werbeeinnahmen generieren können, weil Influencerinnen sie ihnen wegschnappen. Die Australierin Daria Saville (31), einst die Nummer 20 der Welt und inzwischen auf Platz 198 zurückgefallen: „Tennisspielerinnen bekommen nicht diese Werbe-Deals. Es sind tatsächlich die Spielerfrauen, die dem ästhetischen Bild eher entsprechen als wir verschwitzten Tennisspieler.“ Über die Gründe kann sie nur spekulieren: „Liegt es vielleicht daran, dass sich das Publikum eher mit den TWAGs als mit den Sportlerinnen identifizieren kann?“
Riddles erwartete Einnahmen im Januar werden auf 290.000 Euro geschätzt. Das sind mehr als die 277.000 Euro, die es für das Erreichen des Achtelfinals bei den Australian Open gibt. Für viele ist Fritz inzwischen der Tennis spielende Freund einer weltweit bekannten Mode-Influencerin, die schon auf der Vogue-Titelseite war. Obwohl er mit 889.000 Followern bei Instagram deutlich mehr hat als seine Freundin (481.000).
Im Podcast „The Squeeze“ sagte Riddle: „Es ist fast schon ein Wettstreit zwischen uns bei Grand-Slam- und anderen Turnieren, wer während des Turniers mehr Geld verdient. Ich denke mir dann: Okay, du musst erst mal das Achtelfinale überstehen, sonst verdiene ich mehr als du.“ Eifersüchtig auf seine immer mehr verdienende Freundin soll Fritz nicht sein. „Er hat mich immer ermutigt und unterstützt. So wurden wir ein Doppelverdiener-Haushalt“, sagt sie.
Saville bleibt dabei: „Klar, die Top-Spielerinnen haben ihre Sponsoren. Aber es ist mir völlig unverständlich, dass Marken Influencer für ihre Kampagnen auswählen. Ich drehte ein Video, wie ich meinem Mann bei den Australian Open beim Tennisspielen zuschaute. Ich machte mich richtig schick. Das kam besser an als all die anderen Videos von mir aus dem Leben einer Tennis-Spielerin.“
Bild Zeitung
So nehmen Spielerfrauen uns das Geld weg
Bislang lautete im Tennis immer die Frage, warum Frauen weniger verdienen als Männer. Längst sind – zumindest bei den Grand Slams und anderen großen Turnieren – die Preisgelder gleich. Aber nun strömt eine dritte Gruppe ins Geschäft: die TWAG’s, die Tennis Wives and Girlfriends. Zu Deutsch: die Spielerfrauen!
Immer mehr männliche Profis haben Freundinnen, die Influencerinnen und für die Werbeindustrie somit äußerst wertvoll sind. Allen voran Morgan Riddle (28), die Freundin des Weltranglisten-Neunten Taylor Fritz (28/USA), und Paige Lorenze (27), die mit US-Profi Tommy Paul (28) zusammen ist.
Nun beschwert sich die erste Aktive, dass Tennis-Spielerinnen immer weniger Werbeeinnahmen generieren können, weil Influencerinnen sie ihnen wegschnappen. Die Australierin Daria Saville (31), einst die Nummer 20 der Welt und inzwischen auf Platz 198 zurückgefallen: „Tennisspielerinnen bekommen nicht diese Werbe-Deals. Es sind tatsächlich die Spielerfrauen, die dem ästhetischen Bild eher entsprechen als wir verschwitzten Tennisspieler.“ Über die Gründe kann sie nur spekulieren: „Liegt es vielleicht daran, dass sich das Publikum eher mit den TWAGs als mit den Sportlerinnen identifizieren kann?“
Riddles erwartete Einnahmen im Januar werden auf 290.000 Euro geschätzt. Das sind mehr als die 277.000 Euro, die es für das Erreichen des Achtelfinals bei den Australian Open gibt. Für viele ist Fritz inzwischen der Tennis spielende Freund einer weltweit bekannten Mode-Influencerin, die schon auf der Vogue-Titelseite war. Obwohl er mit 889.000 Followern bei Instagram deutlich mehr hat als seine Freundin (481.000).
Im Podcast „The Squeeze“ sagte Riddle: „Es ist fast schon ein Wettstreit zwischen uns bei Grand-Slam- und anderen Turnieren, wer während des Turniers mehr Geld verdient. Ich denke mir dann: Okay, du musst erst mal das Achtelfinale überstehen, sonst verdiene ich mehr als du.“ Eifersüchtig auf seine immer mehr verdienende Freundin soll Fritz nicht sein. „Er hat mich immer ermutigt und unterstützt. So wurden wir ein Doppelverdiener-Haushalt“, sagt sie.
Saville bleibt dabei: „Klar, die Top-Spielerinnen haben ihre Sponsoren. Aber es ist mir völlig unverständlich, dass Marken Influencer für ihre Kampagnen auswählen. Ich drehte ein Video, wie ich meinem Mann bei den Australian Open beim Tennisspielen zuschaute. Ich machte mich richtig schick. Das kam besser an als all die anderen Videos von mir aus dem Leben einer Tennis-Spielerin.“
Bild Zeitung
